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Der Begriff der Anschauung in der abendländischen Philosophie

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Der Begriff der Anschauung in der abendländischen Philosophie   (Alessandro Ialenti) Das Wort » Anschauung« wird seit dem Anfang der griechischen Philosophie unterschiedlich verwendet. Schon Platon und Aristoteles haben das philosophische Denken mit einem Akt der Anschauung in Zusammenhang gebracht. Das griechische Zeitwort θάομαι lässt sich mit »anschauen, bewundern, betrachten« übersetzen. Diese drei Tätigkeiten des Geistes oder der Seele beziehen sich zuerst auf das Philosophieren an sich. Das Denken ist ein Akt der Anschauung als Erfahrung des philosophierenden Menschen. Die gesamte abendländische Philosophie ist von dieser Einstellung sehr stark eingeprägt: Das Wort »Theorie« stammt aus dem oben erwähnten Zeitwort θάομαι und das Wort »Idee« stammt aus der Vergangenheitsform (εἶδον) von ὁράω (anschauen, sehen, wahrnehmen): Ich habe es gesehen, also ich weiß. Platon weißt eindeutig auf diesen Begriff hin, indem er schreibt: οὗτος μὲν οἴεταί τι εἰδέναι οὐκ εἰ...

Der Begriff der Philosophie bei Immanuel Kant und seine Aktualität

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                     Der Begriff der Philosophie bei Immanuel Kant und seine Aktualität                                         (Alessandro  F. Hermann Ialenti)   In der gesamten abendländischen Philosophie hat man sich oft gefragt, was Philosophie ist. Das Wort stammt aus dem Alt-Griechisch und wird oft mit Liebe ( φιλία) zur Weisheit (σοφία) übersetzt, obzwar eine bessere Übersetzung meines Erachtens wäre: »das Lieben zur Weisheit«, insofern sich die Stammform φιλέω auf die Tätigkeit des Liebens bezieht. Das Lieben ist die Tätigkeit und die Weisheit ist das Objekt, auf welches sich das Lieben richtet. Ausgehend von dieser Auffassung möchte ich mein Augenmerk auf den von Immanuel Kant dargestellten Begriff der Philosophie bzw. des Philosophierens legen, insofern er aus meine...

Die Vielfältigkeit der "Person" in der Philosophie

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Die Vielfältigkeit der "Person" in der Philosophie (Alessandro F. Hermann Ialenti) Die Frage nach dem Wesen und Status der Person ist eine der wichtigsten Fragen der abendländischen Philosophie. Allerdings ist es sehr bedeutenswert zu beachten, dass die ursprüngliche Bedeutung dieses Wortes aus der römischen Theaterkultur stammt: In dem römischen Zeitalter diente der Begriff sowohl zur Bezeichnung der Rolle des Schauspielers auf der Bühne als auch zur Benennung dem Status eines Individuums in der Gesellschaft. Noch heute hat der Person-Begriff in juristischer Hinsicht die Funktion, die Rechtsfähigkeit von Individuen gegenüber Sachverhalten oder Entitäten darzustellen. (juristische Person). Aus einer philosophischen Perspektive lassen sich 2 Denkrichtungen herausstellen: 1) Persona als theoretische / ontologische Bezeichnung für das Ich, das Selbst oder das Subjekt, insofern es außer dem Bewusstsein un dem Selbstbewusstsein einen Leib bz...